Am 02. Juli gab es in unserem Haus einen Besuch der besonderen Art. Die beiden Herrschaften hätten sich normalerweise, wie im vergangenen Jahr, im Garten zur Schau stellen sollen, wo eine Wiese zur Verfügung steht und sie in der frischen Luft flanieren konnten. Der Regen machte aber einen kleinen Strich durch die Rechnung, und so mußten die beiden jungen Alpakahengste Rudi und Bambam mit einem anderen Auftrittsort Vorlieb nehmen. Ein wenig scheu, doch voller Neugier, betraten sie das Foyer, bezauberten durch ihre sanften Wesen, ließen sich füttern und streicheln und gewannen die Herzen der Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter im Nu.
Alpakas leben ursprünglich in den Anden, in Südamerika, und sind eine wesentlich kältere Temperatur gewohnt. Deshalb ist es auch hierzulande Pflicht, die Tiere zu scheren. Denn die dicke Wolle würde ansonsten die Körper der Alpakas aufheizen. Auch Rudi und Bambam wurden vor ihrem Besuch im Mutter-Rosa-Altenzentrum ihrem wärmenden Mantel befreit und boten daher einen recht schlanken Anblick. Nur die Wolle auf dem Kopf blieb ihnen als wuschelige, modische Frisur erhalten.
Mit aufmerksamen Blick stolzierten die höckerlosen Neuweltkamele umher, von allen bestaunt. Viele wollten sich fotografieren lassen mit den tierischen Stars, die keinerlei Allüren zeigten, sondern eher zurückhaltend blieben.
Als Fluchttiere sind Alpakas ausgesprochen scheu und nervös, aber bei uns zeigten sie sich weitgehend gelassen. Selbst bei unbekannten Geräuschen oder einer zu schnellen Bewegung in ihre Richtung gelang es ihren Besitzern, sie rasch zu beruhigen.
Viel zu schnell verging die Zeit und wohl jeder bedauerte es, dass Rudi und Bambam nun für ein Jahr Abschied vom Mutter-Rosa nahmen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2025!
Helga Alteburg




